Re­fe­ra­te. Net­wor­king. Fach­kom­pe­tenz.
SYMPOSIUM

Rückblick auf einen interessanten Tag zum topaktuellen Thema: Digitalisierung von Business-Prozessen

Um die 50 Fach­per­so­nen tra­fen sich im Ar­mee Aus­bil­dungs­zen­trum in Lu­zern (AAL) und folg­ten am Diens­tag 16. Mai 2017 mit gros­sem In­ter­es­se den span­nen­den Re­fe­ra­ten und an­re­gen­den Dis­kus­sio­nen zum The­ma Di­gi­ta­li­sie­rung von Busi­ness-Pro­zes­sen - Nut­zen, Chan­cen und Her­aus­for­de­run­gen.

Nach der Er­öff­nung durch Dr. Cle­men­te Mi­non­ne, CEO iPro­cess AG, re­fe­rier­te An­t­hony Smith, Lei­ter Di­gi­ta­le Trans­for­ma­ti­on der BLS AG, zur Fra­ge­stel­lung:

Ist die di­gi­ta­le Trans­for­ma­ti­on nur ein Hype? Wir di­gi­ta­li­sie­ren doch schon lan­ge! Reicht das nicht?“

Für die BLS habe die Di­gi­ta­li­sie­rung viel mit In­no­va­tio­nen zu tun und es gehe dar­um, für die nächs­te Ge­ne­ra­ti­on die Ka­pa­zi­tä­ten in der Mo­bi­li­tät zu ge­währ­leis­ten und ein be­son­de­res Au­gen­merk auf die Kun­den­schnitt­stel­len zu le­gen. Die Di­gi­ta­li­sie­rung er­for­de­re aus sei­ner Sicht an­ge­pass­te Ge­schäfts­mo­del­le und da­mit eine Ver­än­de­rung der Or­ga­ni­sa­ti­on. Er kam zum Schluss, dass die di­gi­ta­le Trans­for­ma­ti­on sich ste­tig wei­ter­ent­wi­ckelt und noch lan­ge nicht ab­ge­schlos­sen sei. (Han­dout)

Ni­co­las Woch­ner, Lei­ter iPro­cess­Tools der iPro­cess AG, er­läu­ter­te die volks­wirt­schaft­li­che Per­spek­ti­ve der di­gi­ta­len Trans­for­ma­ti­on mit dem Re­fe­rat:

Di­gi­ta­le Trans­for­ma­ti­on. Wie ge­stal­tet sich die Wech­sel­wir­kung zwi­schen Ge­schäfts­pro­zes­sen, dem Ge­schäfts­mo­dell und der Di­gi­ta­li­sie­rungs­stra­te­gie?

Er zeig­te auf, dass neue Tech­no­lo­gi­en ent­wi­ckelt und ver­wen­det wer­den, was sich zu­sätz­li­ch in ver­än­der­ten Er­war­tun­gen von In­di­vi­du­en oder re­gu­la­to­ri­schen An­pas­sun­gen durch den Staat wie­der­spie­gelt und neue Ge­schäfts­mo­del­le er­for­dert. In­so­fern wir­ken die di­gi­ta­len Mög­lich­kei­ten nicht nur als Enabler son­dern ha­ben gleich­zei­tig auch un­ter­stüt­zen­den Cha­rak­ter.  Dar­aus er­gibt sich ge­mäss Ni­co­las Woch­ner eine In­ter­ak­ti­on zwi­schen Tech­no­lo­gie, Pro­zes­sen, Ge­schäfts­mo­dell und Stra­te­gie, die sich ge­gen­sei­tig be­ein­flus­sen. (Han­dout)

Als Auf­lo­cke­rung ha­ben die Fach­per­so­nen on­line via Smart­pho­ne Fra­gen be­ant­wor­tet, die zeit­gleich aus­ge­wer­tet wur­den – es war in­ter­es­sant zu se­hen, wie die be­spro­che­nen The­men ak­tu­ell in den Or­ga­ni­sa­tio­nen um­ge­setzt wur­den oder wie die Teil­neh­men­den die Po­ten­tia­le ein­schätz­ten. Bei­spiels­wei­se war fest­stell­bar, dass die Teil­neh­men­den Fle­xi­bi­li­tät und Of­fen­heit für Ver­än­de­run­gen als die mass­ge­ben­de so­zia­le Kom­pe­tenz bei Mit­ar­bei­ten­den ein­stuf­ten, die im Rah­men der di­gi­ta­len Trans­for­ma­ti­on wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den soll. (Er­geb­nis­se)

An­schlies­send folg­te eine Pa­nel­dis­kus­si­on mit An­t­hony Smith der BLS AG, und Ni­co­las Woch­ner der iPro­cess AG, zum The­ma „Di­gi­ta­li­sie­rung und ihr Ein­fluss auf das Pro­jekt­we­sen in Or­ga­ni­sa­tio­nen: Sind Tech­no­lo­gi­en schon reif ge­nug?“  Es ent­stand eine an­ge­reg­te Dis­kus­si­on und die Teil­neh­men­den mel­de­ten sich mit zahl­rei­chen In­puts, Fra­gen und Learnings.

Net­wor­king in der Mit­tags­pau­se - Der  le­cke­re Steh­lun­ch bot eine idea­le Mög­lich­keit sich zu ver­pfle­gen und gleich­zei­tig mit an­de­ren Teil­neh­men­den ins Ge­spräch zu kom­men.

Am Nach­mit­tag er­läu­ter­te Yves San­doz, Chief Pro­cess Of­fi­cer beim EDA, in sei­nem Re­fe­rat

Di­gi­ta­li­sie­rung von Pro­zes­sen er­for­dert eine fun­dier­te Pro­zess­ana­ly­se: Wie fun­diert ist sinn­voll?

wie un­ab­ding­bar die Di­gi­ta­li­sie­rung beim EDA sei und dass eine fun­dier­te Pro­zess­ana­ly­se Ba­sis je­der Di­gi­ta­li­sie­rung sein soll­te. Im EDA wer­den Di­gi­ta­li­sie­rungs­pro­jek­te in Ab­hän­gig­keit von Nach­fra­ge und Nut­zen um­ge­setzt. Mit der Pro­zess­ana­ly­se wer­de si­cher­ge­stellt, dass die not­wen­di­gen In­for­ma­tio­nen in der op­ti­ma­len Qua­li­tät trans­pa­rent sind und be­ur­teilt wer­den kön­nen. Er be­schrieb, dass ohne eine fun­dier­te Ana­ly­se nicht zwin­gend das durch die Di­gi­ta­li­sie­rung ge­wünsch­te Ziel er­reicht wer­de. (Han­dout)

Im an­schlies­sen­den Re­fe­rat von Uwe Ge­el­haar, Se­nior Ma­na­ger IT bei RUAG Avia­ti­on, stand die An­for­de­rungs­er­he­bung im Vor­der­grund:

Di­gi­ta­li­sie­rung und Spe­zi­fi­ka­ti­on von An­for­de­run­gen an ein Soll-Sys­tem: Was be­rei­tet Busi­ness-Ana­lys­ten Kopf­zer­bre­chen?

Er ver­an­schau­lich­te, dass häu­fig die bei der An­for­de­rungs­auf­nah­me wich­ti­gen Schrit­te Zu­hö­ren, Ver­ste­hen, Ho­ri­zon­te öff­nen und das Kun­den­be­dürf­nis fin­den ganz oder teil­wei­se ver­nach­läs­sigt wer­den. Zu­dem soll­ten die An­for­de­run­gen als Teil der Pro­jekt­ar­beit ver­stan­den und aus­ge­hend von der Vision/Idee bei der In­itia­li­sie­rung be­rück­sich­tigt wer­den. Aus sei­ner Er­fah­rung kön­ne da­durch eine er­höh­te Ak­zep­tanz im Un­ter­neh­men und eine ver­stärk­te Nut­zen­ori­en­tie­rung er­reicht wer­den. (Han­dout)

An der zwei­ten Pa­nel­dis­kus­si­on dis­ku­tier­ten Yves San­doz beim EDA, und Uwe Ge­el­haar der RUAG Avia­ti­on, wie viel Di­gi­ta­li­sie­rung Or­ga­ni­sa­tio­nen hier­zu­lan­de ver­tra­gen“ . Aus ver­schie­de­nen Fra­gen und In­puts der Teil­neh­men­den zeig­te sich, dass bei der Be­ur­tei­lung der "Men­ge" an Di­gi­ta­li­sie­rung die Aus­wir­kun­gen der Trans­for­ma­ti­on auf die Or­ga­ni­sa­ti­ons­struk­tur und auf die Ver­än­de­rung in der Or­ga­ni­sa­ti­ons­kul­tur so­wie den Mit­ar­bei­ter­kom­pe­ten­zen be­rück­sich­tig wer­den muss. Gleich­zei­tig wur­de auf­ge­grif­fen, dass die Op­ti­mie­rung bei den Or­ga­ni­sa­tio­nen ge­ra­de im Be­reich der Di­gi­ta­li­sie­rung auch volks­wirt­schaft­li­che Aus­wir­kun­gen habe.

Das iPro­cess­Sym­po­si­um 2017 neig­te sich mit der Ab­schluss­re­de von Dr. Cle­men­te Mi­non­ne lang­sam dem Ende ent­ge­gen. Ein ge­lun­ge­ner An­lass, vol­ler in­ter­es­san­ter In­hal­te, die den Fach­per­so­nen viel­schich­tig auf­zeig­ten, wie wich­tig die di­gi­ta­le Trans­for­ma­ti­on ist und wie sie er­folg­reich und wir­kungs­voll für eine nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung ein­ge­setzt wer­den kann.

Ab­schlies­send zu­sam­men­ge­fasst: Die di­gi­ta­le Trans­for­ma­ti­on zahlt sich aus. «Der Aus­tau­sch, die Ver­mitt­lung von Bei­spie­len und die Kom­mu­ni­ka­ti­on er­ziel­ter Er­fol­ge, spornt Un­ter­neh­men an mit­zu­zie­hen».

Draus­sen, in der früh­som­mer­li­chen At­mo­sphä­re, konn­te beim ab­schlies­sen­den Apé­ro wei­ter­dis­ku­tiert wer­den.

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